Veganer Apfelkuchen mit Decke

Kein Hexenwerk. Saftig und süß. Wie von Oma.

Ich bin gerade im Urlaub und mache Ferien in einem abgelegenen Holzhaus. Zwar hab ich hier grundsätzlich weniger Appetit als in der Stadt, aber Kuchen geht immer. Also hab ich alle Zutaten im Dorf nebenan gekauft und gebacken. Ich liebe ja den – ich sag mal „schnöden“ – gedeckten Apfelkuchen vom Bäcker. Diese kleinen viereckigen Blechkuchen mit Apfelmusfüllung und einer dicken Zuckerschicht oben drauf. Hier also das Rezept für einen fruchtig frischen Apfelkuchen mit Decke.

Cake Affairs - Veganer Apfelkuchen mit Decke

Füllung:
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 750g Apfelmus
  • 3 große Äpfel
  • Prise Zimt
Teig:
  • 450g Mehl
  • 80g Zucker
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150g Margarine
  • 1 Banane
  • 5 EL Pflanzenmilch
  • 4 EL Wasser
Zuckerdecke:
  • Puderzucker (Eine Packung reicht. Ich würde auch eher nach Augenmaß gehen.)
  • Etwas Zitronensaft oder Pflanzenmilch
Backzeit:

40-45 Min bei 200°C Ober- und Unterhitze

Zubereitung:

Zunächst kümmerst du dich um die Füllung. Schneide die Äpfel klein, entferne den Strunk und die Kerne und koche sie zusammen mit dem Apfelmus, etwas Zimt und dem Saft einer halben Zitrone ca. 20 Minuten etwas auf. Und Vorsicht: Leider brennt es schnell an und spritzt fürchterlich wenn es kocht (solltest du zwischendurch mal umrühren wollen. :/).

Während die Äpfel auf dem Herd sind, kannst du schon mit dem Teig weitermachen.

Füge einfach alle Zutaten zusammen. Zuerst alle trockenen, dann die restlichen Zutaten wie Margarine, Pflanzenmilch, Banane und Wasser. Die Banane galt mir als Bindemittel. Es geht aber auch Ei-Ersatz (1 EL) zum Beispiel.

Am besten verknetest du alles mit der Hand. Dabei soll ein weicher formbarer Teig entstehen, den du ausrollen kannst. Ist er zu klebrig, füg einfach noch etwas Mehl hinzu. Ist die Füllung fertig? Dann nimm sie vom Herd und lass sie abkühlen.

Teile den Teig in zwei Hälften. Die eine Hälfte wird dein Boden, die andere deine Decke.

Schnapp dir jetzt deine Springform (meine ist Ø 26cm) und fette sie mit Margarine ein. Anschließend rollst du einen Teil deines Teigs aus und bedeckst damit den Boden und die Seiten. Anschließend stichst du mit der Gabel ein paar Löcher in den Boden. Mittlerweile sollte die Füllung etwas abgekühlt sein. Füll sie in die Form und stell alles für einen Moment zur Seite. Denn jetzt rollst du den restlichen Teig aus und legst ihn wie eine Decke über die Füllung. Denk daran, die Ränder miteinander zu verbinden. Der Teig reicht dicke. Auch hier habe ich am Ende noch ein paar Löcher mit der Gabel reingestochen, damit die Feuchtigkeit beim Backen entweichen kann.

Jetzt kommt alles in den nicht vorgeheizten Ofen bei 200°C für rund 40 Minuten, (plus/minus – je nachdem wie dein Ofen heizt).

Wenn er fertig ist, lass ihn gut auskühlen. Das dauert leider eine Weile. ;) Sobald er nur noch an den Seiten warm ist, reicht es schon, um die Zuckerdecke anzurühren und auf der Kuchendecke zu verteilen. Bei mir hat sich leider alles in die Mitte des Kuchens gesammelt, weil die Decke in der Mitte niedriger war, als am Rand. Mich hat’s nicht gestört, aber ich sag’s mal trotzdem. Wer die Zuckerdecke überall haben will, sollte also mehr anrühren. Lass alles noch einmal gut auskühlen und dann kannst du ihn endlich anschneiden.

Tipp:

Beim Essen kam mir später eine Idee: Heidelbeeren! Ich hatte noch ein paar im Kühlschrank und legte sie neben den Kuchen auf den Teller und aß beides zusammen. Das war voll lecker. Vielleicht kann man die auch vorsichtig mit in die Apfelfüllung geben und zusammen backen? Wenn es sich ergibt, werde ich es mal probieren und berichten.

Ja dann, viel Spaß beim Backen und lasst es euch schmecken.

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