Saftige Schokoladen Cake Pops mit kalter, knackiger Kuvertürenglasur

WIe ich die kleinen bunten Lollies lieben lernte

Meine Kollegen schenkten mir einen Backkurs bei tigertörtchen. Einem Cupcake Laden im Berliner Nikolaiviertel.

Ich freute mich schon riesig darauf, da Cake Pops schon lange nicht mehr aus der Kuchenecke wegzudenken sind. Vom Hipster Hype zum echten Schmankerl. Allerdings mit einem Haken: die Glasur. Wenn du richtig schöne Cake Pops mit einer knackigen, glänzenden Glasur machen möchtest, dann solltest du auf die richtige Herstellung der Kuvertüre achten. Kuvertüre muss temperiert werden. Das heißt, du musst die Kuvertüre erwärmen, um sie dann wieder auf eine bestimmte Temperatur abzukühlen und sie dann wieder zu temperieren.

Kuvertüre richtig temperieren ist echt eine Kunst. Jetzt aber erst mal zu den schönen Dingen: Der Teig war super weich, cremig, saftig und wunderbar schokoladig. Frisch aus dem Kühlschrank ist die Kuvertüre schön hart und knackig. Stell dir vor, du isst ein „Magnum“-Eis, mit saftigem Schokokuchen unter der Glasur.

Cake Affairs- Cake Pops

Hier nun das Rezept für 30 Cake Pops:
  • 125g Mehl
  • 1/2 TL Backpuver
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 240g Zucker
  • 65g Kakaopulver
  • 1,5 Eier
  • 93g Buttermilch
  • 30g Sonnenblumenöl
  • 4ml Vanille Essenz
  • 125g Wasser

Beginne damit die Kuvertüre vorzubereiten. Sie muss zuerst geschmolzen werden, damit sich alle Kristalle aufgelöst haben. Anschließend wird sie wieder abgekühlt, um eine bestimmte Form von Kristallen der Kakaobutter zu bekommen. Kurz bevor sie wieder fest wird, musst du sie wieder erhitzen bzw leicht erwärmen. Dabei schmelzen dann die restlichen Kristalle und du erhältst die gewünschte Form der Kakaobutter – ohne helle Schlieren, sondern schön glänzend. Kakaobutter kann wohl bis zu sieben Kristallformen erzeugen, aber nur eine ist bei der Verarbeitung in der Küche gewünscht und schön. Deswegen der Hickhack mit dem Temperieren. Profis nehmen dafür spezielle Küchengeräte, die die Kuvertüre gleichmäßig erwärmen und umrühren. Im Wassertopf ist das sichtlich schwieriger und aufwändiger.

Vollmilchkuvertüre:
  1. Erwärmen auf 40-45°C
  2. Abkühlen auf 27-28°C
  3. Verarbeiten bei 29-30°C
Weisse KUVERTÜRE:
  1. Erwärmen auf 40-45°C
  2. Abkühlen auf 26-27°C
  3. Verarbeiten bei 28-29°C
BitterKUVERTÜRE:
  1. Erwärmen auf 40-45°C
  2. Abkühlen auf 28-30°C
  3. Verarbeiten bei 31-32°C

Wenn die Kuvertüre soweit fertig ist, beginne mit dem Teig. Zunächst die Trockenzutaten vermischen, dann den Rest hinzugeben, bis sich alles zu einem schönen flüssigen Teig verbunden hat. Das alles für 12-15 Minuten in den Ofen bei 170°C.

Während der Teig im Ofen ist, kannst du die Stäbchen vorbereiten. Tauche sie in die Kuvertüre, ca. bis zur Hälfte und schüttle alles überschüssige vorsichtig ab. So, dass dein Stäbchen in etwa aussieht wie ein Schoko-Mikado. Steck sie in einen Cake Pop-Kasten mit vorgestanzten Löchern und lass sie trocknen. Später wiederholst du den Vorgang nochmal.

Wenn der Teig abgekühlt ist, zerbröselst du ihn (du kann ihn auch noch einmal in die Küchenmaschine stecken und durchrühren lassen), nimmst dir eiskugelgroßen Teig ab und formst zwischen deinen Handflächen eine Kugel. Wichtig dabei ist, dass du keine Risse oder Löcher in der Teigoberfläche hast. Falls ja, nimm die Kugel auseinander, knete den Teig mehrfach in deiner Hand und roll erneut eine Kugel daraus. So lange, bis sie eine schöne, ebene, rissfreie Oberfläche besitzt.

Mach jetzt mit einem schokofreien/sauberen Stäbchen kleine Löcher in die Kugeln. Also vorsichtig bis fast auf den Boden einmal reinpiksen. Jetzt nimmst du dir deine vorgefertigten Stäbchen und tunkst sie erneut in die Glasur. Schüttel nur minimal etwas Glasur ab und steck die Stäbchen mit flüssiger Glasur in die vorgefertigten Löcher deiner Teigkugeln. Deine Cake Pops stehen jetzt sozusagen auf dem Kopf.  Die Kuvertüre quilt natürlich etwas raus, aber das ist total in Ordnung so. Damit versiegelst du das Stäbchen mit der Kugel. Lass es abkühlen und fest werden. Du kannst dir jetzt Gedanken machen, wie du deine Cake Pops verzieren willst. Leg dir alles zurecht und sobald die Glasur festgeworden ist, tauchst du den Cake Pop in die Kuvertüre und beginnst direkt mit dem Verzieren, solange die Kuvertüre noch flüssig ist. Wenn du meinst, der Cake Pop sieht super aus, steck ihn in dein Kästchen und lass ihn abkühlen. Eigentlich sollte das recht schnell gehen. Ja und wenn du möchtest, kannst du ihn in den Kühlschrank stellen, damit die Schokolade schön kalt und knackig wird.

Ich finde den Aufwand für so einen Lolli-Kuchen ganz schön hoch, aber am Ende sind sie es auch irgendwie wert. Sie schmecken einfach total gut. Und sehen schön aus.

Saftiger veganer Schokomuffin mit Zitronenglasur

Man kann eben doch vegan & lecker backen

Dieser kleine, aber feine Muffin war ein Versuch, vegan zu backen und hat prompt funktioniert. Er war weich, saftig und hat gar nicht „anders“ geschmeckt. Meine Schwester hat sich für die Dekoration noch kurz an meinem Blumenstrauß vergriffen und die Rose auf den Zuckerguss gelegt. Hat sie schön gemacht.

  

Für meinen Saftigen veganen Schokomuffin mit Zitronenglasur braucht ihr:
  • 75 g weiche  Pflanzenmargarine
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ein paar Tropfen Vanille-Extrakt
  • 2 EL Eiersatz (1 EL entspricht 1 Ei)
  • 225 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Kakao
  • 150 ml Pflanzenmilch
  • ca 3 EL

Wie immer wird zuerst der Backofen auf 180 Grad vorgeheizt. Dann wird die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker geschmeidig gerührt (mit dem Mixer). Dann kannst du das Vanille-Extrakt und den Eiersatz hinzufügen. Schließlich kommen nach und nach die restlichen trockenen Zutaten hinzu: also Mehl, Backpulver und Kakao. Bei diesem Schritt kannst du diese drei Zutaten in einen Messbecher miteinander vermischen. Denn diese Mehl-Mischung wird jetzt abwechselnd mit der Pflanzenmilch zu der Margarinenmasse hinzugefügt. Das Öl kommt noch hinzu, falls der Teig zu fest wird. Nimm ruhig mehr und vertraue deinem Augenmaß.

Wenn du möchtest, kannst du noch ein paar Schokostreusel in den Teig rieseln lassen, bevor du ihn in die Förmchen füllst. Das Füllen geht übrigens am besten mit zwei Esslöffeln. Du nimmst dir dann mit dem einen Löffel etwas vom Teig und nutzt den zweiten Löffel, um den Teig vom ersten abzustreifen. Quasi, als würdest du den Teig mit dem Finger vom Löffel in das Förmchen schieben wollen.

Der Teig kommt jetzt für 20 Minuten in den Ofen (Ober- und Unterhitze bei einem Elektroherd). Sobald die Muffins fertig sind, lass sie besser noch 10 Minuten auskühlen, bevor du den Zuckerguss auf sie träufelst.

Für den Zuckerguss brauchst du Puderzucker und Zitronensaft. Am besten du rührst ihn nach Gusto an, damit er zähflüssig wird. Ich füll meistens erst den Puderzucker in eine Schüssel und geb dann nach und nach den Zitronensaft dazu.

Ja viel Spaß beim Backen und schreibt mir doch, wie sie bei euch geworden sind.