Meine vegane Bowl

Ein Teller voller Proteine und Ballaststoffe

Seitdem ich mich vegan ernähre, esse ich viel größere Mengen als noch zu vegetarischen Zeiten. Ich hab schon als Vegetarierin viele Salate gegessen, aber als Veganerin wurden die Salate irgendwie immer größer, bunter und vor allen Dingen, kombiniert mit warmen Zutaten. Ich koche mir ständig warme Salate oder Bowls.

Ich liebe sie. Sie machen erstmal optisch was her (das Auge ist ja mit), sind mega gesund und machen richtig satt. Was will man mehr? Mit diesem Beitrag möchte ich meine Salat-Liebe und Zutatenliste mit euch teilen.

Für meine warmen Salate, nehme ich meistens dieselben Grundzutaten, wie Rucola, Feldsalat, Tomate, Gurke und/oder Mais. Diese kombiniere ich dann mit etwas Warmen wie Kartoffeln, Quinoa (Magnesium, Eisen und Eiweiß) oder roten Linsen (Proteine) und sorge damit für eine gute Portion Proteine und Kohlenhydrate. Ich versuche auch immer darauf zu achten, dass etwas Brokkoli auf dem Teller ist. Denn Brokkoli ist zwar für den einen oder anderen nichts als eine böse Kindheitserinnerung, aber er ist halt mega gesund.¯\_(ツ)_/¯ Er enthält unter anderem viel Kalzium und Eisen.

Ganz wichtig und nicht zu vergessen: das Topping! Das kann natürlich vielfältig aussehen, gibt aber in jedem Fall tolle Geschmacksnuancen an den Salat. Deswegen müssen bei mir, neben Basilikum oder anderen frischen Kräutern, immer, wirklich immer, ein paar Sonnenblumenkerne (guter Zinklieferant), Sesamsamen (Kalzium) oder Hanfsamen (Proteine) auf den Salat. Ich liebe das. Nüsse und Samen sind so schon ausgesprochen lecker, aber leicht angeröstet sind sie echt der Knaller. Außerdem passt geschmacklich auch eine Messerspitze Aufstrich an den Rand des Tellers. Quasi zum Dippen. Ich nehme meistens mittelscharfen Senf und/oder etwas Papayango (diesen Papaya/Curry Aufstrich von Zwergenwiese).

Ein Tipp noch zum Schluss: Viel ist zuviel. Ich hatte neulich eine gute Freundin zu Besuch. Sie hat sich ein veganes Abendessen von mir gewünscht. Ich dachte an eine vegane Bowl und hab es in meinem Eifer etwas zu gut gemeint. Der Teller quoll über vor Zutaten. Es war einfach zuviel. Nicht nur mengenmäßig, sondern auch geschmacklich. Kombinieren ist gut, aber achtet auch die Ausgewogenheit. :)

Zutaten, die Ihr für eine leckere vegane Bowl miteinander kombinieren könntet:

Kalt:
  • Rucola
  • Cherry Tomaten
  • Salatgurke
  • Mais
  • Avocado
  • Paprika
Warm
  • Kartoffeln
  • Quinoa
  • Rote Linsen
  • Süßkartoffel
  • Pilze
  • Kohlrabi
  • Spinat (angedünstet mit etwas Muskat)

Vegane Quinoa-Brokkoli-Bowl

Dinkelbrot mit Grünkern

Mein Lieblings-Dinkelbrot – jetzt mal mit Grünkern

Ich backe mir ja nun schon seit einigen Jahren mein Brot selbst, meistens backe ich mir dann Dinkelbrot mit Leinsamen. Hier und da variiere ich – entweder mit etwas Pfeffer, italienischen Kräutern, Samen oder verschiedenen Flocken. Heute habe ich mal Grünkern reingemischt und musste erst einmal nachlesen, ob man ganze Körner überhaupt in den Brotteig reinmischen kann, oder ob man sie vorbereiten muss. Und ja – man kann/soll sie wie Reis vorher in Salzwasser kochen und kann sie dann (ausgekühlt) in die Mehlmischung hinzugeben. Ich habe es heute probiert und es schmeckt mir ganz gut.

Cake Affairs_Dinkel Grünkern Brot

Rezept
  • 500g Dinkelmehl
  • 100g gekochter Grünkern (ganzes Korn)
  • 1 Packg Hefe
  • Prise Salz
  • Prise Zucker
  • 500ml warmes Wasser
Optional
  • Handvoll geschroteter Leinsamen
  • Handvoll Chiasamen
  • Handvoll Hirseflocken
Gärungszeit:

60 Minuten

Backzeit:

60 Minuten bei 200°C + eine Schüssel Wasser, die mit in den Ofen kommt

Veganer Apfelkuchen mit Decke

Kein Hexenwerk. Saftig und süß. Wie von Oma.

Ich bin gerade im Urlaub und mache Ferien in einem abgelegenen Holzhaus. Zwar hab ich hier grundsätzlich weniger Appetit als in der Stadt, aber Kuchen geht immer. Also hab ich alle Zutaten im Dorf nebenan gekauft und gebacken. Ich liebe ja den – ich sag mal „schnöden“ – gedeckten Apfelkuchen vom Bäcker. Diese kleinen viereckigen Blechkuchen mit Apfelmusfüllung und einer dicken Zuckerschicht oben drauf. Hier also das Rezept für einen fruchtig frischen Apfelkuchen mit Decke.

Cake Affairs - Veganer Apfelkuchen mit Decke

Füllung:
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 750g Apfelmus
  • 3 große Äpfel
  • Prise Zimt
Teig:
  • 450g Mehl
  • 80g Zucker
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150g Margarine
  • 1 Banane
  • 5 EL Pflanzenmilch
  • 4 EL Wasser
Zuckerdecke:
  • Puderzucker (Eine Packung reicht. Ich würde auch eher nach Augenmaß gehen.)
  • Etwas Zitronensaft oder Pflanzenmilch
Backzeit:

40-45 Min bei 200°C Ober- und Unterhitze

Zubereitung:

Zunächst kümmerst du dich um die Füllung. Schneide die Äpfel klein, entferne den Strunk und die Kerne und koche sie zusammen mit dem Apfelmus, etwas Zimt und dem Saft einer halben Zitrone ca. 20 Minuten etwas auf. Und Vorsicht: Leider brennt es schnell an und spritzt fürchterlich wenn es kocht (solltest du zwischendurch mal umrühren wollen. :/).

Während die Äpfel auf dem Herd sind, kannst du schon mit dem Teig weitermachen.

Füge einfach alle Zutaten zusammen. Zuerst alle trockenen, dann die restlichen Zutaten wie Margarine, Pflanzenmilch, Banane und Wasser. Die Banane galt mir als Bindemittel. Es geht aber auch Ei-Ersatz (1 EL) zum Beispiel.

Am besten verknetest du alles mit der Hand. Dabei soll ein weicher formbarer Teig entstehen, den du ausrollen kannst. Ist er zu klebrig, füg einfach noch etwas Mehl hinzu. Ist die Füllung fertig? Dann nimm sie vom Herd und lass sie abkühlen.

Teile den Teig in zwei Hälften. Die eine Hälfte wird dein Boden, die andere deine Decke.

Schnapp dir jetzt deine Springform (meine ist Ø 26cm) und fette sie mit Margarine ein. Anschließend rollst du einen Teil deines Teigs aus und bedeckst damit den Boden und die Seiten. Anschließend stichst du mit der Gabel ein paar Löcher in den Boden. Mittlerweile sollte die Füllung etwas abgekühlt sein. Füll sie in die Form und stell alles für einen Moment zur Seite. Denn jetzt rollst du den restlichen Teig aus und legst ihn wie eine Decke über die Füllung. Denk daran, die Ränder miteinander zu verbinden. Der Teig reicht dicke. Auch hier habe ich am Ende noch ein paar Löcher mit der Gabel reingestochen, damit die Feuchtigkeit beim Backen entweichen kann.

Jetzt kommt alles in den nicht vorgeheizten Ofen bei 200°C für rund 40 Minuten, (plus/minus – je nachdem wie dein Ofen heizt).

Wenn er fertig ist, lass ihn gut auskühlen. Das dauert leider eine Weile. ;) Sobald er nur noch an den Seiten warm ist, reicht es schon, um die Zuckerdecke anzurühren und auf der Kuchendecke zu verteilen. Bei mir hat sich leider alles in die Mitte des Kuchens gesammelt, weil die Decke in der Mitte niedriger war, als am Rand. Mich hat’s nicht gestört, aber ich sag’s mal trotzdem. Wer die Zuckerdecke überall haben will, sollte also mehr anrühren. Lass alles noch einmal gut auskühlen und dann kannst du ihn endlich anschneiden.

Tipp:

Beim Essen kam mir später eine Idee: Heidelbeeren! Ich hatte noch ein paar im Kühlschrank und legte sie neben den Kuchen auf den Teller und aß beides zusammen. Das war voll lecker. Vielleicht kann man die auch vorsichtig mit in die Apfelfüllung geben und zusammen backen? Wenn es sich ergibt, werde ich es mal probieren und berichten.

Ja dann, viel Spaß beim Backen und lasst es euch schmecken.

Heidelbeer Cupcake mit Topping (vegan)

Mein Wochenend-Schmankerl: Heidelbeer Cupcake mit Frosting

Ich habe euch ja schon einige leckere Rezepte mit Heidelbeeren in meinem Blog vorgestellt, wie z.B. meine Heidelbeer Tarte oder die Quarktaschen mit Heidelbeeren.

CakeAffairs_Heidelbeer Cupcakes mit Frosting Vegan_ig2_Fotor

Heute bin ich mit meinem Freund zum Familienessen eingeladen und dachte, ich bringe bei der Gelegenheit ein paar Cupcakes mit. Da ich seit einigen Monaten vegan lebe, sind diese Heidelbeer Cupcakes auch ohne Butter, Milch oder Ei (inkl. des Toppings).

Rezeptfür 24 Cupcakes (2 Bleche)
  • 500g Mehl
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 200g Zucker
  • 2 Pckg. Vanillezucker
  • etwas Abrieb 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Salz
  • 150g Sonnenblumenöl
  • 150ml Soyadrink
  • 2 EL Zitronensaft
  • 250g Heidelbeeren (TK)
  • Papierförmchen und Muffinform
Topping:
  • 100g Alsana Margarine (oder eine andere pflanzliche Margarine)
  • 250g Puderzucker
  • 3 EL warmes Wasser
  • einen Spritzer Zitronensaft
  • und wenn das Topping rosa werden soll: vegane Lebensmittelfarbe. In meinem Fall war das Rote Beete -Pulver (gibts im Bioladen)
Backzeit:

20 Minuten bei 175Grad, mittlere Schiene

Ich beginne immer damit, mir alle Zutaten und meine Silikon-Muffinform schon bereit zu stellen. Wie im Fernsehen in den Kochshows. Auch den Ofen mach ich schon an. Ich habe einen Elektroofen (der schon etwas in die Jahre gekommen ist) und dreh ihn auf 170/180 Grad Ober- und Unterhitze.

Dann beginne ich alle Zutaten miteinander zu vermengen. Die Heidelbeeren lasse ich aber noch außen vor. Denn den Teig mixe ich mit meinem Küchengerät und dabei würde ich die Heidelbeeren kaputt machen.  Wenn der Teig schön samtig weich ist und keine Klümpchen drin sind, wende ich die Heidelbeeren in etwas Mehl und hebe sie vorsichtig unter den Teig. In der Hoffnung, das möglichst wenig Farbe austritt und der Teig nicht gleich komplett lila ist :)

So, dann kommen die Papierförmchen in die Muffinform, der Teig wird mit zwei Löffeln eingefüllt und ab gehts für 20 Minuten in den Ofen. Ob sie „gut“ sind, kannst du mit einem Holzstäbchen testen. Klebt noch flüssiger Teig dran, müssen sie noch einige Minuten im Ofen bleiben.

Wenn die Muffins fertig sind und auskühlen, kannst du das Frosting anrühren. Dabei vermengst du auch alle Zutaten einfach mit dem Schneebesen (die Margarine muss weich sein, aber nicht flüssig, sonst wird das nix mit der Creme). Dann stelle ich mir ein hohes Glas beiseite und nehme das als Halterung für meine Spritztüte. So kann ich mit einem Löffel vorsichtig das Frosting in die Tüte geben, ohne mir einen abzubrechen. Sollten deine Muffins hochgewachsen sein, kannst du den „Berg“ einfach vorsichtig abschneiden und dir so ein schönes Plateau für dein Frosting errichten.

Viel Spaß. Falls Fragen aufkommen, schreibt mir gern.

Mango Banane- Smoothie

Das Beste an einem sonnigen Sonntagmorgen

Ich sollte viel öfter Mangos essen. Im Urlaub bekommt man gar nicht genug davon und zurück Zuhause isst man sie viel zu selten.

Kleiner Tipp: Wenn man eine unreife Mango neben einen Apfel legt, reift die Mango schneller (das gasförmige Ethylen beschleunigt den Reifeprozess). Ob eine Mango reif ist oder nicht, kann man nicht an der Farbe erkennen, sondern am Geruch. Reife Mangos verströmen einen tollen Geruch. Außerdem sind reife Mangos etwas weicher. Das Fruchtfleisch gibt nach, sobald man leicht mit dem Finger raufdrückt. Ein letzter Hinweis noch: Mangos bitte nicht im Kühlschrank aufbewahren. Denn so verlieren sie an Geschmack.

Rezept:
  • 500ml Hafermilch oder Buttermilch
  • 1 reife Mango
  • 1 Banane
  • 1 Apfel
  • 1 paar Zweige Zitronenmelisse
  • eine Handvoll Leinsamen
  • 1 TL Acai-Pulver

New York Cheesecake

an einem Sonntag im Oktober…

Naja ehrlicherweise müsste man sagen, an einem Samstag im Oktober. Denn der Kuchen stand über Nacht im Kühlschrank.

Ich hatte Lust auf was Süßes und dachte mir, dass ich noch nie einen NewYork Cheesecake gebacken (Käsekuchen jedoch zu Hauf) hatte. Also probierte ich es mal aus. Außerdem ist ja heute Welt-Vegan-Tag. Wie kann man den besser angehen, als mit einem Kuchen.

Cake Affairs _ New York Cheesecake

Boden:
  • 350g vegane Haferkekse (also 2 Packungen aus dem Bioladen)
  • TL Zimt
  • 75g Pflanzenmargarine
  • kleinen Schuss Zuckerrübensirup
Teig:
  • 90g Zucker
  • 90g Naturjoghurt (Soja)
  • 30g Mehl
  • 2EL Sojamilch
  • 3 EL Zitronensäure
  • 1 ausgekratze Vanilleschote  ( wer hat kann auch gern mehr reinmachen)
  • Prise Salz
  • optional noch 1 Packg. geriebene Zitronenschale
  • kleinen Schuss Agarvendicksaft
  • 600g veganer Frischkäse (wer mag, kann ihn auch selber machen. Ist mit Sicherheit preiswerter.)
Backzeit
  • 60 Minuten bei 180°C

Am besten legst du dir zu Beginn erst einmal die Springform bereit, denn der Keksboden kommt gleich rein. Dann beginnst du damit, die Margarine zu erhitzen. Während sie auf kleiner Flamme langsam schmilzt, kannst du die Kekse zerbröseln. Jeder hat da wohl seine eigene Technik. Ich fülle sie meistens in einen Topf und stampf sie mit meinem Nudelholz klein. Während du die Kekse zerkleinerst, kannst du den Zimt dazugeben und unterrühren.

Anschließend kommt die geschmolzene Margarine unter die Kekskrümel. Schön umrühren und die Margarine verteilen. Dann in die Springform füllen und gleichmäßig fest andrücken. Ich habe dafür meinen Kartoffelstampfer genommen. Das geht ganz gut.

Nun nimmst du dir eine Schüssel und vermengst alle Zutaten außer den Frischkäse miteinander. Denn der Frischkäse ist zu „fest“, wenn er aus der Packung kommt. Es ist besser, wenn du ihn in einer extra Schüssel erst mit einem Rührgerät schön cremig rührst. Ofen auf 180°C vorheizen.

Cake Affairs _ New York Cheesecake

Vermenge jetzt die Joghurtmasse mit dem Frischkäse, füll es auf den Keksboden und verstreich alles gleichmäßig. Nun kommt der Kuchen für ca. 1 Stunde in den Ofen und nachdem du ihn ordentlich ausgekühlt hast, stelle ihn nochmal in den Kühlschrank.

Nicht wundern, wenn man die Stäbchenprobe macht, klebt noch Teig am Stäbchen, aber das passt schon so. Er wird beim Auskühlen wieder fest. Dazu kann man noch ein Topping aus Puderzucker, Kirschen oder Apfelmus servieren. Lasst es euch schmecken.